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Zwischen Zöllen, Souveränität und Standortfrage: US-Wirtschaftspolitik und ihre Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt

143. PEAG Personaldebatte zum Frühstück in Berlin

Personaldebatte
von links: Sven Kramer, Sprecher der Geschäftsführung der PEAG Holding GmbH, Julia Friedlander, Geschäftsführerin der Atlantik-Brücke, Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), und Moderatorin Ute Welty
von links: Sven Kramer, Sprecher der Geschäftsführung der PEAG Holding GmbH, Julia Friedlander, Geschäftsführerin der Atlantik-Brücke, Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), und Moderatorin Ute Welty

Gäste: Julia Friedlander, Geschäftsführerin der Atlantik-Brücke, und Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA)

Unsere Gäste

Julia Friedlander

Dr. Dirk Jandura

Angebote für MedienFür jede Veranstaltung bieten wir Presseinfo, O-Töne und einen sendefertigen Radiobeitrag an. Den Beitrag finden Sie hier zum kostenfreien Download.

Presseinfo

Radiobeitrag

Radiobeitrag als Text

  • Die US-Handelspolitik macht deutschen Unternehmen arg zu schaffen. Auf Maschinen, Autos und Elektronikprodukte fallen 15 % Basiszölle an. So im Zoll-Deal zwischen US-Präsident Donald Trump und der EU im Juli beschlossen. Trump setzt auf „America first“. Internationaler Handel, der auf Regeln besteht? – Das war gestern! Trump möchte die neue Ordnung bestimmen. Deutsche Unternehmen schauen sich bereits nach anderen Handelspartnern um. Es geht um ihre Existenz und damit auch um den Erhalt von Arbeitsplätzen. Die deutsche Wirtschaft kriselt nicht erst seit Trump. Etliche Jobs sind bereits weggebrochen.

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    „Traurige Tatsache ist, dass wir in den letzten 3 Jahren fast unbemerkt über eine halbe Mio Arbeitsplätze verloren haben, viele davon im verarbeitenden Gewerbe“, sagt Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Groß und Außenhandel, Dienstleistungen.

    Die US-Zoll-Politik von Präsident Trump verschärfe die Lage. Deutsche Lieferungen in die USA gingen seit Jahresbeginn zurück, um mehr als 100 Mrd. Euro. Unternehmen setzen auf neue Märkte, auch um Arbeitsplätze zu halten. Mehr Freiraum und Struktur-Reformen sind für die Wettbewerbsfähigkeit wichtig, meint auch Sven Kramer vom Personaldienstleister PEAG Holding GmbH.

    „Bürokratie muss runter, die Belastung für die Unternehmen  runter, damit wir nicht mehr so viele Menschen damit beschäftigen müssen, irgendwelche Formulare auszufüllen. Das muss abgebaut werden, damit wir uns wieder mit Kunden und unseren Mitarbeitern beschäftigen können und nicht mit Bürokratie.“

    Julia Friedlander von der Atlantik-Brücke setzt auf stärkere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA, weniger auf Schuldzuweisungen:

    „Ich glaube, es gibt so eine Tendenz, die Kritik an der eigenen Wettbewerbsfähigkeit in Europa auszulagern. Da gibt man für alles Trump die Schuld, aber so einfach ist es nicht. Es ist immer leichter, externe Dinge zu kritisieren, als die eigenen Hausaufgaben zu erledigen.“

Die US-Wirtschaftspolitik verfolgt mit Zöllen, Subventionen und Handelsbarrieren strategische Ziele: den Ausbau der Technologieführerschaft, die Förderung heimischer Investitionen und die Stärkung der Souveränität. Das verschärft den internationalen Wettbewerb und führt zu einer Neuordnung globaler Lieferketten. Für den deutschen Arbeitsmarkt bedeutet dies nicht nur ein Verlust hochqualifizierter Industriearbeitsplätze durch Standortverlagerungen, sondern auch spürbare Absatzrückgänge im Mittelstand und im Groß- und Außenhandel.

Neue US-Zölle führen zu Kostensteigerungen und Planungsunsicherheit – und sie belasten Lieferketten. Schätzungen zufolge könnten so Zehntausende Arbeitsplätze gefährdet sein. Gleichzeitig wächst die Notwendigkeit, die eigene Wettbewerbsfähigkeit durch industriepolitische Maßnahmen, Investitionen in Infrastruktur und die Erschließung neuer Märkte zu stärken. Aber wie gelingt wirtschaftliche Souveränität, wenn globale Partner zunehmend auf Abschottung setzen? Wie reagieren Unternehmen auf neue US-Zölle und Handelsbarrieren? Welche politischen und strukturellen Maßnahmen sind notwendig, um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Stabilität des Arbeitsmarkts zu gewährleisten? 

Ihr Ansprechpartner

Markus Schulte, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der PEAG Holding GmbH

Markus Schulte

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEAG Holding GmbH
Phoenixseestraße 21
44263 Dortmund

+49 231 99969-505